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Shindokan e.V. NEWS



01.07.2017
Kurs Body-Styling










Verleihung der Spandauer Ehrennadel 2015






Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, Thorsten Lewandowski, BVV-Vorsteher Joachim Koza und Raiko Thal

 

„Torsten Abi- ein Sportler ohne Grenzen “  



Herr Torsten Lewandowski ist Spandauer seit Geburt, wobei die Bewohnerinnen und Bewohner der Havelstadt selbstverständlich davon ausgehen, dass die Geburt in Spandau ohnehin die einzige Möglichkeit darstellt, diesen Status zu erlangen.

Als jüngstes von 6 Kindern wuchs er im damals stetig wachsenden neuen Stadtteil „Falkenhagener Feld“ auf, besuchte dort auch die Grund- und Oberschule. Nach dem Ende der Schulzeit absolvierte Herr Lewandowski eine dreijährige Berufsausbildung zum Koch, einem Beruf den er daran anschließend zwei Jahre lang ausübte. Die Arbeit im Schichtdienst veranlasste Herrn Lewandowski dann jedoch zum Wechsel seiner beruflichen Laufbahn. Er arbeitete für einige Jahre bei der Firma SIEMENS, ehe der dort zunehmende Personalabbau ihn dazu veranlasste, sich erneut beruflich umzuorientieren. Fortan arbeitete Herr Lewandowski als Kraftfahrer, seit 3 Jahren steuert er jetzt die „Großen Gelben“ der BVG vorzugsweise natürlich durch Spandau.

Die große Leidenschaft von Herr Lewandowski ist jedoch schon seit den Tagen seiner Jugend der Sport, genauer der Kampfsport. Im Jahr 1977 im
Alter von 13 Jahren begann er bei der Spandauer Sportschule Budokan mit dem Karate-Training. Schnell fand sich hier ein enger Freundeskreis zusammen, der gemeinsam diesen Sport ausübte. Der Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund lag übrigens bei ca. 80 %. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich der Kern dieser ersten Trainingsgemeinschaft bis heute erhalten hat. Nach fast vier Jahrzehnten sind enge Freundschaften gewachsen, die inzwischen natürlich auch über den gemeinsam betriebenen Sport hinausgehen. Die Gruppe hat dann in Zusammenwirken mit dem Bund Deutscher Pfadfinder auch an zahlreichen Jugendbegegnungen teilgenommen. Auch Fahrten in die Türkei wurden unternommen, das Land, in dem viele der Spandauer Sportler ihre familiären Wurzeln haben.

Nachdem der Kampfsport immer mehr in kommerziellen Kampfsportschulen betreiben wurde, reifte in der Gruppe um Herrn Lewandowski der Entschluss, einen eigenen Verein zu gründen. So kam es im Jahr 1994 zur Gründung des Vereins „Shindokan e.V.“. Im neugegründeten Verein war es möglich, die Jugendarbeit nach eigenen Vorstellungen zu organisieren. Natürlich war auch der Zusammenhalt im Verein größer als im Sportstudio. Den finanziellen Grundstock lieferte der Vereinsvorsitzende. Herr Lewandowski investierte einen beträchtlichen Teil seiner Abfindung für sein berufliches Ausscheiden bei der Firma SIEMENS in den Verein. So war es möglich, geeignete Räumlichkeiten anzumieten, um den Sportbetrieb organisieren zu können. Der Verein startete in der ehemaligen Sportarena in Hakenfelde, ehe er später sein noch heute genutztes Domizil am Askanierring beziehen konnte.

Schnell etablierte sich der Verein über den rein sportlichen Bereich hinaus auch als Anlaufstelle für Jugendliche aus der Umgebung. Insbesondere Herr Lewandowski, der von türkischstämmigen Jugendlichen auch oft als Torsten Abi- übersetzt etwa großer Bruder- angesprochen wird, ist für viele Mitglieder mehr als nur Vereinsvorsitzender und Trainer, sondern auch Berater und Helfer in allen Lebenslagen.

Es ist nicht verwunderlich, dass ein kleiner Sportverein immer wieder Höhen und Tiefen durchläuft. Mit viel Engagement und viel Eigeninitiative ist es dem „harten Kern“, jenem Freundeskreis der schon seit frühester Jugend zusammenhält, aber immer wieder gelungen, das gemeinsame Projekt am Leben zu halten.

Inzwischen hat Herr Lewandowski auch zahlreiche Trainerscheine erworben und hat im Laufe der Jahre auch einige Sportler zu Meisterehren gebracht. Sein Engagement ist stadtweit anerkannt, dies wird nicht zuletzt durch die Tatsache unterstrichen, dass er seit über zehn Jahren auch die Funktion des Vizepräsidenten Leistungssport im Berliner Karate Verband ausübt.

Ein solches jahrzehntelanges Engagement wird natürlich auch durch familiäre Unterstützung erleichtert. Seine Schwester Carmen amtiert als Zweite Vorsitzende des Vereins und Schwager Lothar als Kassenwart.

Die zahlreichen Reisen in die Türkei dienten der vom Verein stets propagierten Völkerverständigung, aber auch ganz persönlich hat Herr Lewandowski dort sein privates Glück gefunden. Vor drei Jahren heiratete er sein Ehefrau Nurcan, die natürlich auch schon die Aktivitäten im Verein tatkräftig unterstützt.

Der Bezirk Spandau bedankt sich für das Engagement von Torsten Lewandowski heute mit der Verleihung der Spandauer Ehrennadel.

 



4. Dan für Arno Wehlan

In einem Alter, in dem andere Menschen in die Rente gehen, fing Arno Wehlan bei ShindoKan mit Karate an. Das war 1995, da war er 65. Am 15. November bestand Arno jetzt die Prüfung zu 4. Dan. Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung eines ganz besonderen Karatekas!

Arno faszinierte die Prüfer Murat Salbas, Achim Hartstock und Daniel Schrader mit zwei schönen Katas nebst Sequenzen, die er souverän und konditionell einwandfrei ausführte. Sein Vortrag im Wahlteil über das Karate im Jukuren Bereich erzeugte insbesondere wegen der geschilderten eigenen Erfahrungen bei den Prüfern Gänsehaut pur.

Es hat als Prüfer Spaß gemacht, Arno bei der Prüfung zuzusehen und zuzuhören. Arnos Schlusssatz stand für seinen gesamten Vortrag und seine Sicht auf das Karate: „Meine letzte Prüfung im Karate werde ich mit 100 ablegen.“ Da drücken wir ihm ganz fest die Daumen und wünschen ihm weiterhin viel Glück und Erfolg in seinem Leben mit Karate.

Text: Murat Salbas

Bilder: Antje Engel

 


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